Joachim Feist

Psychologischer Psychotherapeut

Verhaltenstherapie

Behandlungsgrundlagen

Ich bezeichne mich als Kognitiver Verhaltenstherapeut.

Die Kombination aus Verhaltenstherapie und Kognitiver Therapie hat sich in zahlreichen Studien als hoch wirksam erwiesen.

Das verhaltenstherapeutische Modell geht davon aus, dass jegliches Verhalten gelernt ist, auch gestörtes Verhalten. Verstärkermechanismen sind Belohnung und Bestrafung, gelernt wird auch durch Beobachten des Verhaltens anderer. 

Im Therapieprozess geht es darum, störendes Verhalten zu verlernen bzw. neue Verhaltensweisen aufzubauen. Oft wird der "Verhaltenstherapie" nachgesagt, sie sei ausschließlich auf die Symptomreduktion fokussiert. Heute allgemein anerkannt ist, dass dem Verhalten denkendes und fühlendes Geschehen zu Grunde liegt, das verhaltenssteuernd wirkt (So wie ich denke, fühle ich mich. So wie ich mich fühle, handele ich).  Deswegen muss die Verhaltenstherapie sowohl kognitive als auch emotionale Anteile berücksichtigen.

Neben Übungen im Alltag (Konfrontationstraining, Aktivitätsaufbau etc.) werden sogenannte  kognitive Techniken (nach Beck & Ellis) eingesetzt, um bestimmte Situationen neu bzw. realistisch bewerten zu lernen. Dadurch können irrationale Grundeinstellungen zu sich und zu anderen dauerhaft und wirksam geändert werden.

Im traumatherapeutischen Bereich - aber nicht nur in diesem - arbeite ich außerdem mit einem körperorientierten Verfahren (Somatic Experiencing [SE]® nach Peter Levine). Der Einsatz von körperorientierten Techniken erscheint mir sinnvoll und notwendig, weil Patient*innen oft ihre psychischen Beschwerden auch massiv auf der somatischen (körperlichen) Ebene erleben, also "psycho-somatisieren". Diese Beschwerden können sich psychovegetativ in einer Überkoppelung (wie innere Unruhe oder Anspannung), einer Unterkoppelung (wie Schwächegefühl oder Nicht-Fühlen) oder beidem auf einmal in verschiedenen Bereichen des Körpers manifestieren. 

Bei schweren traumatischen Folgestörungen (z.B. dissoziativen Störungen), die häufig mit Abspaltungen von Selbstanteilen einhergehen, ist es hilfreich, imaginativ mit Selbstanteilen (wie z.B. Kinderanteilen, Täter- oder täterloyalen Introjekten) zu arbeiten, um diese wieder ins Selbst zu integrieren (Ego-State-Therapie).

Die hier kurz dargestellten und angewandten Therapieverfahren habe ich im Laufe meines therapeutischen Wirkens zu einem sog. ekletizistischen Therapieansatz verbunden.

Als Entspannungsmethoden biete ich Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR), Autogenes Training und Klinische Hypnose an. 

 

Behandlungsablauf

Zu Beginn der Behandlung steht die gründliche Analyse des Problemverhaltens, um gemeinsam mit dem Klienten ein Erklärungs- bzw. Entstehungsmodell der Erkrankung entwickeln zu können. Daraus leiten sich dann die Therapieziele, der Behandlungsplan und die Behandlungsdauer ab (Kurzzeittherapie: bis zu 24 Therapiestunden à 50 Minuten einmal wöchentlich, Langzeittherapie: bis zu 60 Stunden).  

Sofern es sinnvoll und notwendig erscheint, leite ich zum Rollenspiel bzw. zum Verhaltenstraining an oder führe Entspannungstraining (Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson oder Hypnosen) durch.

Bei der Behandlung kann auch das soziale Umfeld (z.B. Partner/in) mit einbezogen werden, wenn der/die Klient/in damit einverstanden ist. Bei Bedarf verweise ich auch gerne an einen entsprechenden Kollegen bzw. Kollegin zur Durchführung einer ergänzenden therapeutsichen Behandlung (z.B. Paartherapie oder Medikamentenvergabe). Zur Zeit bin ich bestrebt, zu anderen Therapeuten/innen und ambulanten und stationären Einrichtungen in und um Heidelberg und Mannheim Kooperationen aufzubauen.

Ein Erfolg der Therapie hängt neben dem Aufbau einer vertrauensvollen und tragfähigen therapeutischen Beziehung von der Veränderungsbereitschaft bzw. der Bereitschaft zur Mitarbeit des/der Klienten/in ab.  Die eigentliche Therapie findet zwischen den einzelnen Therapiesitzungen statt,  d.h. das zwischen Therapeut und Klient/in Abgesprochene gilt es im lebenspraktischen Alltag umzusetzen bzw. zu erproben. Ziel einer Therapie ist es zu lernen, sich selbst zu helfen. 

Weitere Fragen zum Ablauf der Behandlung können Sie mit mir in einem Vorgespräch bzw. telefonisch oder per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! klären. 

Joachim Feist

Psychologischer Psychotherapeut

(Verhaltenstherapie, Somatic Experiencing [SE®])


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